Strategie der Strategen

In einer sich rasant entwickelnden und verändernden Kommunikationswelt ist das permanente Überdenken der eigenen Positionen und Vorgehensweisen für eine Strategieabteilung Pflicht – Selbstreflexion ist angesagt. In Zeiten fragmentierter Kommunikationskanäle und einer radikal anderen Mediennutzung können Kommunikationsstrategien nicht mehr ready-to-use dem Werkzeugkoffer entnommen werden, sondern müssen aufgabenspezifische und relevante Insights über die Zielgruppe generieren, die die Plattform für Kreation und Content-Marketing werden. wob Strategiechef Gunnar Schnarchendorff stellt die wesentlichen Eckpunkte dieser Vorgehensweise vor – und die Mitglieder seines Teams.

 

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Zahlen

Die Auswertung von verlässlichen Statistiken und Studien ist und bleibt ein wichtiges Fundament unserer Arbeit. Das schlaue Lesen und Interpretieren von Zahlen ist dabei eine Kunst und manchmal bereits das Samenkorn für einen überraschenden Denkansatz. Dafür muss man in der Lage sein, pure Zahlenkolonnen in ein lebendiges Bild eines Marktes zu überführen.

 

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Zielgruppen

Von der rein quantitativen Betrachtung der Siebziger über die qualitativen Einsichten der Achtziger und Neunziger führt uns die Zielgruppenforschung heute in die Welt der konkreten Mediennutzung und des tatsächlichen Verhaltens. In 2015 müssen wir Verhalten also nicht mehr prognostizieren, sondern können in Echtzeit zusehen, wie Menschen agieren. Unsere Zielgruppen gewinnen so eine dritte  Dimension, die sie zum Leben erweckt – wir müssen das nutzen, indem wir lebendigere Personas kreieren. Wir müssen herausfinden, was die Menschen wirklich bewegt und antreibt. Diese „Insights“ führen dazu, dass wir Kommunikation immer besser auf die Bedürfnisse der Menschen abstimmen können – nützliche und relevante Inhalte entwickeln.

 

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Kanäle

Die Kanäle haben sich nicht nur vervielfältigt, sondern auch verflüssigt. Grenzen sind fließend, der digitale Raum ist veränderlich. Von uns verlangt das ein permanentes Monitoring der relevanten Kommunikationskanäle. Wir machen nicht mehr den Schnappschuss, der ein Jahr Gültigkeit hat, sondern wir beobachten die Veränderungen und Verschiebungen permanent. Das ist gerade im B2B-Bereich neu und bietet neue Chancen. Wir können also sehr genau beobachten, wie und wo sich unsere Ansprechpartner bewegen. Und was sie in den jeweiligen Kanälen an Informationen erwarten. Diese „Customer Journey“ bietet uns hervorragende Ansatzpunkte, um einen potenziellen Kunden
kommunikativ auf seiner Reise zu begleiten und ihn nach dem Kauf in seiner Wahl zu bestätigen.

 

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Marken

Die Marke bleibt der Fels in der Brandung – gerade auch im B2BBereich. Neu ist, dass wir um einen starken, festen Markenkern herum flexible Elemente schaffen müssen: Aus „Markenvitalität“ wird Beta-Branding. Die Marke, die sich schneller anpassen kann, indem sie in den flüssigen digitalen Kanälen existiert und weiß, dass sie auch von ihren Kunden mitdefiniert wird. In der Tat lernen wir gerade neu, dass „Branding“ eine Tätigkeit und kein Zustand ist. Die Marke ist und bleibt das, was Vertrauen zwischen Unternehmen und Menschen entstehen lässt, sie wirkt als Katalysator. Wir helfen Unternehmen, ihre Marke dafür aufzustellen, indem wir Merkmale der  Wiedererkennbarkeit oder Werte definieren.

Modelle

Wir glauben, dass die heute bestehenden Markenmodelle die Wirklichkeit nicht mehr voll abbilden können. Deswegen haben wir zunächst ein neues Modell aufgesetzt, das die Interaktion der Marke mit ihrer Außenwelt abbilden kann. Damit haben wir ein dynamisches  Denkmodell geschaffen, das, mit vielfältigen Tools ausgestattet, zu einem wirkungsvollen Instrument wird – auch für Unternehmen, die damit endlich einen Maßstab haben, um ihre Kommunikation umfassend beurteilen zu können. Denn das Modell zeigt den Rahmen auf, innerhalb dessen die Marke agieren und sich entwickeln kann. Nicht starr, sondern ebenso flexibel und dynamisch wie die Welt da draußen.

 

Mathias_20151120

Strategien

Unser Team besteht aus Experten unterschiedlichster Fachrichtungen und auch Denkweisen. Wir vereinen dabei klassische und digitale Ansätze. So können wir mit Methodenkompetenz und Research-Know-how eine fundierte Wissensbasis über Marken, Märkte und Menschen legen. Wir können Marken definieren und die Grundlage dafür schaffen, sie gezielt zu führen und über eine klare Customer Journey hinweg Kontaktpunkte zu schaffen.

 

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Gefühle

Früher sprach man über reine Informationsvermittlung, wenn es um B2B-Kommunikation ging. Weil man davon ausging, dass berufliche Entscheider nichts anderes brauchen als Wissen über Produkte, Dienstleistungen oder Investitionen. Heute wissen wir natürlich, dass der Entscheider nicht dieser Ratio-getriebene Rechner ist, sondern ein ganz normaler Mensch. Deswegen geht es uns darum, an allen  Kontaktpunkten eine positive und emotional befriedigende User Experience für B2BEntscheider zu ermöglichen. Es geht nicht nur um  Zahlen, sondern auch um Vertrauen, Sicherheit und Freude. „Marke“ ist auch in B2B ein emotional getriebenes Kalkül.

Geschrieben von

Gunnar Schnarchendorff

Head of Strategy, wob AG

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