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B2B-Marketing

MARK/ORG 2.0 – unser Marketing-Barcamp ganz virtuell

Das von wob zum Austausch unter Marketingleiter-Kollegen ins Leben gerufene Barcamp MARK/ORG – neues B2B-Marketing organisieren ging am 05.05.2020 in die zweite Runde – trotz Corona. Und gerade wegen Corona: komplett virtuell.

Neben zahlreichen MARK/ORG-Erprobten vom vergangenen Mal, die sich unsere digitale Neuauflage auf keinen Fall entgehen lassen wollten, bereicherten zu unserer großen Freude auch einige neue Gesichter von Unternehmen wie SEW Eurodrive und Bosch Rexroth die digitale Diskussionsrunde.

Nach einem herzlichen Willkommen und einer knackigen Erklärung der „Spielregeln“ des genutzten Video-Meeting-Tools GoToMeeting ging es auch gleich los. Und wie es sich für ein waschechtes Barcamp eben gehört – das gilt auch fürs Digitale –, durften die Teilnehmer die zentralen Fragestellungen des gemeinsamen Nachmittags selbst festlegen:

Thema 1: Marketingsteuerung in der Krise –          zentral vs. lokal?

Natürlich stand auch bei MARK/ORG das Thema Corona wie ein Elefant im Raum, der den Anwesenden einigen Anlass bot, sich über marketingspezifische Erfahrungen im Umgang mit der Pandemie auszutauschen:

Einige etwa erfahren die Herausforderung einer zentralen, multinationalen Marketingsteuerung gerade aus erster Hand: Bei Unternehmen mit Hauptsitz in den USA beispielsweise, wo sich die Pandemie zeitverzögert ausbreitete, haben zu Beginn der Krise in Europa klare Anweisungen gefehlt. Jetzige Anweisungen sind durch den zeitlichen Versatz für einige Gebiete schon nicht mehr relevant – die lokale Anpassungsfähigkeit wird beschränkt.

Gleichzeitig beschleunigt eine zentrale Markenführung in Krisenzeiten Kommunikationsprozesse – selbst wenn dafür sämtliche Assets zunächst z. B. ins Englische übersetzt und jeden Tag Telefonkonferenzen abgehalten werden müssen: „Zentral gesteuert – zentral synchronisiert“, so resümiert ein Teilnehmer seine persönliche, positive Erfahrung.

Thema 2: Was bedeutet die aktuelle Corona-Krise für die Digitalisierung?

Die Krise ist ein Digitalisierungs-Boost – so viel steht fest. Aber wie sieht es langfristig aus: Welche Veränderungen sind gekommen, um zu bleiben und in welchen Bereichen kehren wir nach der Pandemie zurück zum Analogen?

In dieser Hinsicht dient der aktuelle Ausnahmezustand für Unternehmen als eine Art Testlauf: Wer jetzt gute Erfahrungen sammelt, etwa mit neuen Tools oder dem Konzept der digitalen Messe, wird auch nach der Pandemie nur selektiv zum klassischen (Messe-)Modell zurückkehren – so der breite Konsens.

Einige Branchen sind aber weiterhin auf die sensorische Präsentation ihrer Produkte angewiesen, geben die Marketer zu bedenken. Doch auch hier sucht man nach neuen Lösungen und Formaten:    z. B. Konferenzen im kleinen Kreis für attraktive Kundenerlebnisse, ausgeklügelte Exit-Strategien für Großveranstaltungen und die Beratung mit direkten Wettbewerbern.

Thema 3: Wie sieht die (gemeinsame) Zukunft von Marketing und Vertrieb aus?

Die zentrale Frage nach der gemeinsamen Zukunft von Marketing und Vertrieb scheint die Marketer auch nach dem intensiven Austausch zum Thema beim ersten MARK/ORG weiterhin umzutreiben –diesmal ging es vor allem um die Frage der personellen Ressourcenplanung.

Denn: Die Teilnehmer merken, wie sich die Zukunft von Vertrieb und Marketing entwickelt – das Marketing gewinnt als Business-Treiber langsam an Einfluss –, sehen sich dabei aber mit personellen Herausforderungen konfrontiert.

Einfach nur ein großes Team zu haben bedeutet nicht zwangsläufig, zukunftsfähig aufgestellt zu     sein – bisherige Aufgaben verlieren nämlich an Relevanz, digitale Kompetenzen müssen her.

Bisherige Mitarbeiter weiterzubilden oder umzuschulen erscheint zwar naheliegend, ist aber extrem ressourcenaufwendig, so der Vorbehalt einer Teilnehmerin. Außerdem ist fragwürdig, ob auf diesem Weg das benötigte Maß an Expertise ins Haus geholt werden kann.

Ein anderer Marketer zweifelte an, dass es Unternehmen heute überhaupt noch möglich ist, in jedem Bereich die besten Experten zu haben. Schließlich verändert sich die Welt immer schneller und das Fachwissen wird immer spezifischer. Das Fazit: Auf externe Partner zu bauen ist notwendig, sichert den Zugang zum besten Know-how und erhöht die Flexibilität im Marketing.

MARK/ORG 2.0: Der digitale Testlauf ist geglückt.

Die Übertragung des Formats ins Virtuelle war ein voller Erfolg! Denn auch bei der zweiten Ausgabe von MARK/ORG zeigte sich wieder: Gemeinsame Herausforderungen wie die Corona-Krise verbinden die Marketingleiter – und die verschiedenen persönlichen Erfahrungen, Blickwinkel und Insights lassen sie zusammen fruchtbare Lösungsansätze entwickeln.

Deshalb möchten wir auch weiterhin den Austausch fördern: MARK/ORG 3 kann kommen – und bleibt aufgrund unserer positiven Erfahrung vielleicht sogar digital.

Sie möchten auch mal beim MARK/ORG dabei sein und Ihre Marketingorganisation fit für Krisenzeiten und die Zukunft machen? Als Ihre B2B-Agentur helfen wir Ihnen dabei – sprechen Sie uns an!