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Neues Nutzerverhalten oder Status quo? So benutzen wir die Google-Suche.

Fast jeder von uns benutzt sie – und das mit einem Selbstverständnis: die Google-Suche. Information, die wir gerade benötigen, sind immer – und dank unserer Smartphones von überall – abrufbar.

Doch wie sieht unserer Nutzerverhalten im Detail aus? Wie gehen wir mit den Google SERPs (Search Engine Result Pages) um, die uns angezeigt werden?

Die New User Behavior Study von Backlinko wollte es ganz genau wissen und schaute insgesamt 1801 Google-Usern (in den USA) auf die Finger. Geklärt werden sollte unter anderem:

  • Sponsored versus organische Suchergebnisse: Wie viele Personen klicken auf was?
  • Der prozentuelle Anteil der Klicks: Wie viele suchen lokal? Wie viele klicken auf Videos? Wie viele auf Google Shopping?
  • Wie lange ist die durchschnittliche Suchsitzung?
  • Wie groß ist die Anzahl der User, die es bis zum Ende der ersten Seite schaffen?

Die 10 wichtigsten Key Findings auf einen Blick:

In 23 Prozent der Fälle benutzen User die Google-Suggest-Funktion.

Sprich: die automatische Vervollständigung in der Suchmaske. Doch es gibt hier eine klare Unterscheidung: Personen, die örtliche Suchanfragen stellen und nach Informationen allgemein suchen, neigen eher dazu, Google-Suggest zu verwenden. Das ist bei kommerziellen Anfragen eher selten der Fall.

Jeder zweite User klickt innerhalb von 9 Sekunden auf ein Suchergebnis.

Im Durchschnitt sind es 14,6 Sekunden. Wichtig an dieser Stelle: Je nach Anfrage variiert das SERP-Layout. Suchen Sie beispielsweise nach „Eiskaffee“ bekommen Sie ein anderes visuelles Ergebnis als bei „Die besten Sci-fi Filme“.

Lediglich 9 Prozent der User scrollen bis zum Ende der ersten Seite der Suchergebnisse.

Viele finden eine Antwort entweder oben auf der Seite oder sie formulieren ihre Frage einfach neu, falls die ersten Suchergebnisse unbefriedigend erscheinen.

Nur 15 Prozent der Benutzer ändern ihre erste Suchanfrage wieder.

Das spricht dafür, dass Google gleich beim ersten Mal hochrelevante Ergebnisse liefert. Zeigt aber auch: User sind bei der Wahl des Suchbegriffs sehr sicher.

17 Prozent der User kehrt zu den Suchergebnissen zurück, nachdem sie auf ein Ergebnis geklickt haben.

Auch das ist eine sehr niedrige Zahl. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass 83 Prozent der Nutzer mit dem Ergebnis, für das sie sich entschieden haben, voll und ganz zufrieden sind.

65 Prozent der Suchenden klicken während ihrer Such-Session auf ein traditionelles „10 blue link“-Ergebnis (organische Suchergebnisse).

Dieser Punkt unterstreicht nochmal, wie wichtig es ist, gute SEO-Arbeit zu leisten. Ads sind ja schön und gut, aber: Man muss nicht immer Geld in die Hand nehmen.

19 Prozent der User klicken bei ihrer Suchanfrage auf eine Google-Ad.

Vier Prozent der Nutzer klicken während einer Session sogar auf mehrere Anzeigen. Die Gründe an dieser Stelle können vielfältig sein. Eine mögliche Erklärung: Die heutigen Google-Anzeigenplatzierungen ähneln optisch weitgehend organischen Ergebnissen.

Bei lokalen Anfragen klicken 42 Prozent der Suchenden auf die Ergebnisse innerhalb des Google Maps Pack.

Unter dem „Google Maps Pack“ versteht man drei aus Google Maps gezogenen Ergebnissen, die mit den „normalen“ organischen Ergebnissen vermischt sind.

19 Prozent der Nutzer, die nach einem Produkt suchen, klicken auf ein Google Shopping-Ergebnis.

Die Ergebnisse von Google Shopping erscheinen bei vielen produktspezifischen Suchanfragen ganz oben. Ein Mitgrund dafür, warum die hohe Zahl von 19 Prozent nicht wirklich überrascht.

Im Durchschnitt interagieren nur 3 Prozent der Suchenden mit der „Nutzer fragen auch“-Box.

Laut SEMrush haben 43 Prozent aller Google-Suchergebnisse eine „Nutzer fragen auch“-Box. Die Zahl an dieser Stelle ist doch recht überraschend. Fast jedes zweite Suchergebnis bei Google liefert eine „Nutzer fragen auch“-Box und nur 3 Prozent der User nimmt diese wirklich wahr.

Fazit.

Fakt ist: Die Ergebnisse einer Suchanfrage sind sehr stark von der Intention abhängig. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie jetzt eine informationsorientierte, eine kommerzielle oder eine navigationsorientierte Suchanfrage stellen.

Sucht man bei Google beispielsweise nach dem Keyword „Schweißgerät“, werden deutlich mehr Klicks auf einer Ad landen als bei einem Keyword wie „schweißen“.

Die Google SERPs ändern sich ständig: mehr Anzeigen, mehr SERP-Funktionen oder sogar völlig neue Sucherlebnisse, wie Google Discover.

Nicht nur Google, sondern auch wir, oder besser gesagt unser Nutzerverhalten sind ständig im Wandel. Aktuell ist unter anderem auch zu beobachten, dass die Entwicklung weg von „Keywords“ geht und sich immer mehr Richtung „ganze Sätze“, oft in Form von Fragen, verändert.