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Social Media Report: Corona und die Folgen – wie Facebook jetzt den Mittelstand supportet.

Die Pandemie hat gezeigt: Keiner von uns ist unverwundbar. Auch der Mittelstand in Deutschland wurde hart getroffen  doch was sagen die Zahlen dazu?  

Das Social Media Netzwerk Facebook hat einen Report veröffentlicht, der die Auswirkungen der Corona-Krise auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aufzeigt. Hier wurden über 30.000 Businesses aus mehr als 50 Ländern befragt. Hier die wichtigsten Zahlen aus Europa im Überblick: 

  • Die Tourismus- und Event-Branche ist besonders betroffen. 54 Prozent der Befragten im Bereich Tourismus mussten nahezu komplett schließen. Im Event-Sektor sprechen wir von 47 Prozent.  
  • 65 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Einnahmen in diesem Jahr deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. 
  • 20 Prozent gehen davon aus, dass der Cashflow in den nächsten Monaten nicht gewährleistet sein wird. 
  • 23 Prozent gab an, dass sie wegen der unsicheren Lage gezwungen seien, die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren. 

Blicken wir auf Deutschland, ist festzuhalten: Unternehmer hierzulande sind bisher gut weggekommen. Die Schließungsrate liegt zwischen 0 und 10 Prozent 

Facebook als Krisenhelfer? Der Social Media Konzern unterstützt beim Ausbau Ihrer Digitalstrategie. 

Facebook möchte angeschlagenen KMUs helfen und sie fit für eine digitale Zukunft nach der Krise machen. Diesbezüglich hat der Social Media Gigant 100 Millionen Dollar in die Hand genommen und bietet betroffenen Unternehmen Coachings, Trainings und Fördergelder an.  

Weltweit werden auf diese Weise rund 30.000 Unternehmen unterstützt – davon 10.000 allein in Deutschland.  

Wie sieht die Unterstützung im Detail aus? 

Das Programm läuft seit dem 10. Juli und ging den ersten Schritt mit einem Coaching für die Tourismusbranche. Die weiteren Maßnahmen zusammengefasst: 

  • Bei einstündigen Sessions werden KMUs bei der Entwicklung ihrer nachhaltigen Digitalisierungsstrategie unterstützt. 
  • In individuellen, speziell auf die Bedürfnisse der Unternehmer abgestimmten Coachings, will man auf Fragen eingehen und Tipps geben. 
  • Facebook gibt an, insgesamt 100 Millionen Dollar Fördergelder an teilnehmende Unternehmen vergeben zu wollen. 

Facebook Ads in der Krise und danach: Darauf kommt es wirklich an. 

Klar ist: Facebook macht das Ganze nicht aus reiner Nächstenliebe. Kleine und mittelständische Unternehmen bilden die klare Mehrheit der Werbungtreibenden bei Facebook. Mit dieser Zielgruppe wird das große Geld gemacht.  

Diese Unternehmen schalten also Ad-Anzeigen, um in erster Linie Awareness und Verkaufszahlen zu steigern. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei Facebook-Ads ankommt: 

1. Weniger ist mehr.

Als Werbetreibender sollten Sie darauf achten, ein Limit zu setzen: Wie oft soll eine Anzeige an User ausgespielt werden? Es ist wichtig, seine Zielgruppe nicht zu übersättigen. Diese Annahme bestätigt auch eine Studie der MarketingPlattform The Drum. Hier heißt es, dass User bereits nach drei Tagen von einer Ad-Kampagne genug haben. 

Wie machen Sie es besser? Legen Sie einen angepassten Zeitplan für Ihre Kampagne fest. So können Werbeanzeigen zu den Tageszeiten ausgespielt werden, in denen Ihre Zielgruppe auch aktiv ist.  

2. Bitte kein Overselling.  

Wenn Sie sich für Anzeigen auf Facebook entschieden haben, sollten Sie sich auch Gedanken dazu machen, was nach dem Klick auf eine Ad passiert. Viele User werden an dieser Stelle auf eine Landing Page weitergeleitet. Hier sollten die angegebenen Versprechen im Teaser auch eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, kommt beim User schnell Frust auf – schlechte User Experience ist vorprogrammiert. 

Wie machen Sie es besser? Achten Sie darauf, dass Ihre Ad auf die richtige Seite verlinkt. So sorgen Sie beim User für eine positive Erfahrung mit Ihrer Brand.  

3. Ad-Kampagne ohne ständiges Überarbeiten.

Ist Ihre Anzeige live gegangen, basteln Sie nicht mehr daran herum. Das Machine-Learning-System von Facebook braucht Zeit, um die User-Reaktionen zu analysieren und so die Kampagne dementsprechend anzupassen.  

Wie machen Sie es besser? Geduld zahlt sich aus. Ist Ihre Ad bereits ein paar Stunden live – lassen Sie die Finger davon. Klären Sie im Vorfeld, dass die Settings der Anzeige optimiert sind.  

4. Ad-Manager nutzen – aber bitte richtig.

Als Advertiser sollten Sie darauf achten, dass der Cost per Acquisition (CPA/Kosten pro Akquise) nicht steigt – das Marketing Budget darf langfristig nicht belastet werden. Facebook bietet an dieser Stelle ein Feature im Ad-Manager an: Automatische Regeln. 

Hier können Sie Ihre Kampagne oder Ad ganz leicht starten und beenden oder Ihr Budget anpassen.  

Wie machen Sie es besser? Nutzen Sie das Feature „Automatische Regeln“. Hier können Sie CPA sowie Anzahl der Impressions festlegen oder Ihre täglichen Ausgaben limitieren.

5. Ad ist nicht gleich Ad.

Wir alle wissen: Jede Zielgruppe tickt anders. Vermeiden Sie, die immer gleichen Ad-Typen zu benutzen. Es muss nicht immer die 0815-Version im News-Feed sein.  

Wie machen Sie es besser? Nutzen Sie verschiedene Werbeanzeigen und führen Sie A/B-Tests durch. Wie wäre es beispielsweise mit GIFs oder kurzen Videoclips als Ad? Wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.  

Fazit: Social Media gegen die Krise: Braucht B2B das oder kann das weg?  

Soziale Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn treten in der Pandemie als Krisenhelfer auf – doch auch Sie sind keine Allheilsbringer für gebeutelte B2B-Unternehmen. Dennoch können Sie aus einer Krise heraushelfen.  

Werbeanzeigen können an dieser Stelle eine wichtige Rolle spielen. Sie dienen dazu, Awareness zu erzeugen, Leads zu generieren oder Personen zu rekrutieren. Die Vorzüge sind vielfältig – doch gilt es, sie auch richtig anzuwenden.