B2B Marketing Blog von Deutschlands B2B-Experten

Japan ca. 1940: Eine Lektion in Marketing- und Kostenoptimierung in der Krise.

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Was hat das Japan der 1940er Jahre eigentlich mit Ihrem B2B-Marketing zu tun? Jetzt gerade viel mehr als man annehmen möchte. In einer Zeit, in der Petticoat-Kleider die Damenmode revolutionierten, der Swing durch den Bebop abgelöst wurde und Bambi auf den Leinwänden die Herzen höherschlagen ließ, veränderte sich unsere Wirtschaft maßgeblich: Die Produktion von Gütern orientierte sich mehr und mehr an den Konsumenten und deren steigendem Qualitätsbewusstsein. Viele Unternehmen sahen sich einem neuen Mindset ausgesetzt. Und hier kommt Japan ins Spiel: Das kleine Land machte zu dieser Zeit der gesamten Weltwirtschaft vor, wie man Produkte in höherer Qualität zu niedrigeren Preisen produziert – indem es an ein Modell glaubte, an das niemand sonst glauben wollte, um seine vom Weltkrieg gebeutelte Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Frühe Datenanalyse für erfolgreiches Business.

Der Grund für den japanischen Erfolg war striktes Qualitätsmanagement, Datenanalyse und datengetriebene Entscheidungen nach dem Prinzip des „Total Quality Management“ – besser bekannt als dessen moderne Weiterentwicklung „Six Sigma“. Eine ursprünglich in den USA entwickelte Methode, die zu dieser Zeit in der westlichen Welt jedoch kaum Beachtung fand.

Damit hängten japanische Unternehmen wie Motorola (die von der US-Mutter an Japan verkaufte TV-Sparte von Motorola) ihre weltweite Konkurrenz auch auf westlichen Märkten ab und konnten kosteneffizienter zu höherer Qualität den Weltmarkt beliefern. Und so hat es funktioniert:

Motorola Japan konnte dank der Datenanalyse des Produktionsprozesses Quellen von ineffizienten Produktionsaktivitäten und Qualitätsabweichungen feststellen und optimieren. Die von Motorola gebauten TV-Geräte wiesen so Ausfallquoten von unter 5 Prozent auf – revolutionär! Aber was hat das jetzt mit Ihrem Marketing zu tun?

Die Lektion fürs Marketing.

Motorola und andere Unternehmen produzieren Güter nach dem „Input-Transformation-Output“ System. Sie transformieren Rohstoffe zu Waren – analysieren und optimieren anschließend. Das ist heute auch auf das Marketing übertragbar, dessen Waren die Marketing-Maßnahmen und Contents sind. Der einzige Unterschied sind die Performance-Indikatoren: Standardabweichung, Durchlaufzeit, Fehlerrate – diese gängigen KPIs sollten Sie natürlich nicht betrachten, sondern Ihren Fokus auf Conversion-, Bounce- und Click-Through-Rates legen.

Input-Transformation-Output – alles Notwendige ist längst vorhanden!

Durch den Einsatz von Analysetools haben Sie bspw. die Möglichkeit, Werbebudgets datengetrieben auf die am besten konvertierenden Kanäle zu verteilen. Und da es am Ende immer um das Geschäft geht: Warum nicht gleich Ihre gewonnenen Daten mit existierenden Sales-Daten verknüpfen? Damit lässt sich leicht bestimmen, welchen Beitrag die Marketing-Aktivitäten am Absatz der Produkte Ihres Unternehmens haben.

Während die Japaner in den 40ern alle Daten mühsam erfassen mussten, um ihre Herstellungsprozesse zu optimieren, existieren in den meisten Unternehmen im Jahr 2020 alle notwendigen Daten bereits. Sie müssen sie nur miteinander verknüpfen und können Ihren Entscheidern bis auf das Anzeigenformat genau reporten, welche Vertriebschancen aus welcher Kommunikationsmaßnahme stammen und welchen Umsatzbeitrag das Marketinginvestment hat.

Gerade in Krisenzeiten sind ressourceneffiziente Transformationsprozesse, sei es in der Produktion oder im Marketing, von besonderer Bedeutung. Datenanalyse hat damals Japans vom Krieg geschädigter Wirtschaft geholfen – heute kann Sie auch Ihnen helfen.

Von Team wob
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