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Neuer Konsum durch COVID-19 – nicht jede Branche leidet.

Die Krise hat viele Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage versetzt – viele, aber nicht alle. Einige Branchen boomen, weil sie auf das veränderte, digitale Verhalten perfekt reagierten.

Talkwalker hat in seinem COVID-19 Branchenreport vier Branchen unter die Lupe genommen und zeigt auf, dass Unternehmen aufgrund von erhöhter Nachfrage, wachsender Bekanntheit und mehr digitaler Konversation Umsätze in Krisenzeiten steigern. Doch das bedeutet: Sie müssen sich auch neuen Herausforderungen stellen.

Wir haben die beiden Branchen Pharma und Telekommunikation näher beleuchtet und möchten die Insights und Herausforderungen an dieser Stelle mit Ihnen teilen.

Wie hat Corona den Markt der Pharmabranche verändert?

Unter dem Einsatz von Brand Monitoring wird deutlich, dass Erwähnungen von großen Pharmakonzernen in den 30 Tagen von Februar bis Anfang März um 40 Prozent gestiegen sind. Pharmakonzerne- und Produzenten geraten mehr in den öffentlichen Fokus.

Verbraucher machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit – besonders beschäftigen sie das Thema: Preis und Zugänglichkeit von Medikamenten. Menschen haben Angst, dass Rezepte und Produkte im Zuge der Pandemie teurer werden. Außerdem wird befürchtet, dass Apotheken nicht in der Lage sein werden, die Arzneimittelversorgung aufrechtzuerhalten.

Wie sehen die Corona-Auswirkungen in Bereich Telekommunikation aus?

In Zeiten von Corona arbeitet ein Großteil der Mitarbeiter remote. Aber nicht nur beruflich sind wir mehr Zuhause, wir verbringen generell mehr Zeit in den eigenen Wänden – auch Home-Schooling ist ein großes Thema.

Das hat zur Folge, dass Netzwerke oft überlastet sind. Die Telekommunikationsbranche steht also vor dem Problem, den steigenden Verbraucheranforderungen gerecht zu werden.

Große Marken der Branche wurden an dieser Stelle aktiv – es wurde nach außen kommuniziert, dass an den Problemen gearbeitet wird. Große Dienstleister machten die Ankündigung, dass sie ihren Kunden unbegrenzt Datenvolumen zu Verfügung stellen.

Welche Schlüsse können Unternehmen im B2B-Kontext daraus ziehen?

Egal, ob Ihre Branche zu den Gewinnern oder Verlieren der Krise zählt, ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus und werden Sie proaktiv. Wir haben ein paar Learnings für Sie zusammengestellt:

  • Greifen Sie Brand Monitoring und Social Listening auf, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die aktuelle Wahrnehmung Ihrer Branche in Krisenzeiten ist. Die gewonnenen Erkenntnisse daraus machen Sie auf potenzielle Risiken aufmerksam. Sie bekommen einen Einblick, was andere Unternehmen in Ihrer Branche in Bezug auf positive Kommunikation und konkrete Initiativen tun.
  • Wenn die Nachfrage in der Pharmabranche steigt, müssen B2B-Unternehmen, wie beispielsweise Zulieferer, jetzt auch dafür sorgen, dass die Pharmaunternehmen bestens beliefert sind, also auch Rohstoffe oder andere Waren erhalten, um der Nachfrage gerecht zu werden. Lieferketten, Rohstoffe – alles muss passen. B2B-Unternehmen können auf Ihre Pharma-Auftraggeber zugehen, um hier zu punkten.
  • Viele Unternehmen arbeiten aktuell aus dem Home-Office – sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiter über eine ausreichend gute Internetverbindung verfügen. Unterstützen Sie bei Bedarf beispielsweise mit LTE-Stricks.
  • Gerade jetzt sollten beispielsweise B2B-Dienstleister aktiv auf Telekommunikationsunternehmen und Kommunen zugehen. Beim Netzausbau und Infrastruktur braucht es einen starken Partner.
  • Das Thema Rabatte wird in den kommenden Monaten zu einem wichtigen Faktor. Gehen Sie doch einfach „Back to the Roots“ und bauen Sie Vergünstigungen auch in Ihren Dienstleistungen ein oder bieten Sie einzelne Services auch mal for free an. Prospects werden nicht abgeneigt sein.
  • Seien Sie proaktiv bei aufkommenden Schwierigkeiten und gehen Sie auf Ängste von Kunden und Geschäftspartner ein. Transparenz ist hier entscheidend.