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Gated vs. Ungated Content I: Das sollten Sie bedenken, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

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Wenn etablierte Kommunikationsformate und -kanäle plötzlich wegfallen, wird Content-Marketing zum Retter in der Not: Schließlich lassen sich mit E-Books, Whitepapers und Co. hochqualifizierte Leads generieren – sofern man den Zugang beschränkt.

Gated Content – oder vielmehr die Frage: soll ich meinen Content nur eingeschränkt zugänglich machen? – scheidet die Geister. Sowohl der öffentliche Zugang als auch das Verstecken der Inhalte hinter Formularen hat Vor- und Nachteile. Ein Überblick:

Ist Ihr Content hochwertig genug?

Als erstes sollten Sie sich diese Frage stellen (und seien Sie ehrlich): Ist Ihr Content so hochwertig, dass Sie dafür zahlen würden? – immerhin „zahlen“ Ihre Kunden mit sensiblen Daten.

So ein Download ist außerdem häufig der erste Berührungspunkt eines potenziellen Kunden mit Ihrem Unternehmen – und Ihre einzige Chance auf einen positiven ersten Eindruck. Der Interessent soll also das Gefühl haben, dass es sich gelohnt hat, seine Daten preisgeben zu haben.

Vorteile von Gated Content.

Wenn Ihr Inhalt hochwertig genug ist, können Sie sich überlegen Ihn als Gated Content anzubieten. Das spricht dafür:

Lead-Generierung.

Der offensichtlichste Vorteil beim Gating: Lead-Generierung. Mit Formularen können Sie Daten sammeln, um Leads zu füttern und Kundenbeziehungen zu stärken. Allerdings stellen diese eine Hürde in der Customer Journey dar und erhöhen die Abbruchrate.

Personalisierung.

Wenn Sie den Zugang zu Ihrem Content beschränken, können Sie die gesammelten Daten zur Personalisierung der Customer Journey nutzen – und gleich beim heruntergeladenen Content beginnen:

Mit Merge Tags können Sie dort den Namen Ihres Besuchers zur persönlichen Ansprache einfügen. Solch einfachen Personalisierungen können zu einem enormen Anstieg der durchschnittlichen Lesedauer führen.

Interesse messen.

Gating lässt außerdem Rückschlüsse auf das allgemeine Interesse an einem bestimmten Thema sowie der Glaubwürdigkeitswahrnehmung Ihres Unternehmens zu. Dieses Wissen können Sie sich zu Nutze machen.

Vorteile von Ungated Content.

Aber auch Ihren Content frei zugänglich zu gestalten kann Vorteile bringen.

Größeres Publikum.

Wenn Sie zulassen, dass jeder ohne Angabe von Daten auf Ihren Content zugreifen kann, erhöhen Sie die Klickzahlen und vergrößern Ihr Publikum – das Richtige, um die Bekanntheit Ihrer Marke zu steigern. Der ROI ist jedoch schwer nachvollziehbar.

Shareablity.

Im Prinzip zahlt auch dieser Punkt auf ein vergrößertes Publikum ein: Ungated Content kann von interessierten Lesern einfach via Social Media oder E-Mail mit Ihren Freunden und Bekannten geteilt werden.

SEO.

Frei zugänglicher Content wird von Suchmaschinen gefunden und indiziert, wodurch sich das Ranking Ihrer Website verbessern kann. Bei Gated Content hingegen geht das nicht.

Fazit.

Im Endeffekt kommt es darauf an, welche Ziele Sie mit Ihrer Content-Marketing-Strategie verfolgen: Aufmerksamkeit in einer breiten Masse erzeugen oder Leads in einer interessierten Zielgruppe sammeln?

Für viele B2B-Unternehmen mit straffem Marketing-Budget dürfte die Antwort auf der Hand liegen – gerade, wenn es darum geht, den pandemiebedingten Ausfall großer Fachmessen zu kompensieren.

Und für alle, die sich nicht entscheiden können oder möchten gibt es hier ab morgen unseren zweiten Teil von Gated vs. Ungated Content.

[Erstmals veröffentlicht am 25.05.2020]
Avatar Von Team wob
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