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B2B SEO & Google Updates 2021: Warum Website-Betreiber gerade viel Geduld brauchen.

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Wer Suchmaschinenoptimierung für seine B2B-Corporate-Website oder seinen E-Commerce Shop betreiben will, hatte es in den letzten Monaten nicht leicht: Selten hat Google so viele Core Updates auf die SEO-Welt losgelassen wie dieses Jahr.

Dabei kam es zu Verzögerungen, Updates wurden häppchenweise in mehreren Schritten ausgestreut, der Rollout gestaltete sich intransparent – also eigentlich alles wie gewohnt. Dennoch war das Verhalten der Suchergebnisseiten (SERPs) erratischer als gewohnt, da unterschiedlichste neue Ranking-Kriterien eingeführt wurden, die sich dazu noch mit einer neuen Ranking-Gewichtung überlagerten.

Viele Website-Betreiber fragten sich ratlos, warum ihre Rankings über Wochen – wenn nicht sogar über Monate – starken Fluktuationen unterlagen und waren noch ratloser, als sich manche dieser Ergebnisse eingependelt hatten.

Besonders bei Websites für B2B-Unternehmen waren teilweise kuriose Entwicklungen zu beobachten:

Starke Schwankungen und mehr Liebe für Shops.

Bei vielen unserer Kunden begann die Verwirrung mit stark schwankenden Rankings in den Produktbereichen – egal ob bei Branded Keywords, die den Markennamen enthielten, oder bei generischen Produktbezeichnungen.

Nicht optimal, wenn „Herstellername + Produktname“ von der Website „Herstellername.com“ nicht mehr als Top-Ergebnis von Google befunden wird – vor allem dann nicht, wenn man gerade mitten im Optimierungsprozess steckt. Was passierte hier?

Wir konnten beobachten, dass Google Seiten mit ausgebauten Shop-Funktionalitäten, wie wir sie aus dem B2C-bereich gewohnt sind, den Herstellerseiten plötzlich vorzog.

Verständlich, wenn es um Dinge wie Heimelektronik und dergleichen geht, leicht problematisch, wenn es um Investitionsgüter geht, die ausschließlich über Vertriebspartner an Kunden gebracht werden können.

Das Resultat: Führende Anbieter wurden in ihren Produktsparten von Shops mit Gebrauchtteilen verdrängt, da diese – im Vergleich zu neuen Produkten – in der Regel problemlos über einen Online-Shop zu beziehen sind.

Kann Google noch zwischen B2C und B2B unterscheiden?

Ob in solchen Fällen der von Google viel zitierte User Intent wirklich erfüllt wird, steht zur Diskussion. Es stellt sich sogar die folgende Frage: Macht die Suchmaschine hier keinen Unterschied zwischen B2C und B2B?

Stand heute (Ende August 2021) ist diese Frage noch nicht beantwortet und die Fluktuationen in den Suchergebnissen setzen sich weiter munter fort.

Nur weil Google SEO gerade schwierig macht, sollte man dennoch daran arbeiten, Nutzern die beste Seite zu einem Thema oder Produkt zur Verfügung zu stellen – das nämlich ist modernes SEO.

Was tun als B2B-Website-Betreiber?

Was sollten Betreiber von B2B-Websites also tun? Weiter optimieren! Denn wir sehen auch: Seiten, die SEO-optimierten Content und eine gute Nutzerführung sowie User Experience aufweisen, unterliegen den Schwankungen nicht so stark wie nicht-optimierte Seiten. Zudem beobachten wir, dass die Conversions von optimierten Seiten weniger betroffen sind und dementsprechend weit weniger bis gar nicht zurückgehen als bei nicht optimierten Seiten.

Um das Offensichtliche also festzustellen: Nur weil Google SEO gerade schwierig macht, sollte man dennoch daran arbeiten, Nutzern die beste Seite zu einem Thema oder Produkt zur Verfügung zu stellen – das nämlich ist modernes SEO.

Und wenn sich der Sturm im Wasserglas gelegt hat, werden sich positive User Signals (Werte darüber, wie Nutzer mit einer Page umgehen) auch wieder förderlich auf Rankings auswirken. Auch was den Ranking-Faktor Performance und Core Web Vitals angeht, lohnt sich die Optimierung auf technischer Seite!

Title-Tags, Videos und Suchergebnisseiten – auch an anderer Stelle eckt Google gerade an.

Doch Google Core Updates sind nicht der einzige Frustfaktor: Wir hatten schon darüber berichtet, dass immer weniger Suchen von der Google-Suchergebnisseite auf eine weitere Website führen.

Auch hier setzt sich der Trend zu immer mehr Inhalten fort, die direkt bei Google angezeigt werden: Video-Boxen, FAQs, Newsmeldungen und Co. nehmen mehr Platz auf den Suchergebnisseiten ein wie zuvor – dies gilt nun auch für bestimmte B2B-Themen und Keywords.

Eine Vermutung: Vielleicht hat der Algorithmus bei Einzelfällen aus dem B2B-Bereich noch Schwierigkeiten, zwischen den User Intents „Do“ – was hauptsächlich stellvertretend für „kaufen“ steht – und „Know“ zu unterscheiden.

Wo sind meine Seitentitel?

Das jüngste Ärgernis ist jedoch, dass die Suchmaschine damit begonnen hat, an Seitentiteln herumzubasteln – einem wichtigen Ranking-Faktor, der Seitenbetreiber viel Hirnschmalz und Mühe kostet.

Wie schon bei Meta-Descriptions werden manche Seitentitel durch Versionen ersetzt, die von Google generiert wurden. Dabei wird im Seitentext nach passenden Informationen gesucht und ein Seitentitel zusammengestückelt. Und wie schon bei den Descriptions zuvor kommt dabei auch eine Menge Unsinn heraus. Auch uns als B2B-Agentur, die unter anderem für genau  dieses Keyword gefunden werden, möchte betrifft dieses Problem in Einzelfällen.

Was also tun? Auch hier gilt: Nachbessern und darauf bauen, dass eventuell verschlechterte Rankings wieder steigen.

Den Sachverhalt kann man nämlich aus zwei Perspektiven betrachten. In negativer Hinsicht: Google pfuscht herum – und ich bin dem Monopolisten ausgeliefert. Positiv gedreht: Auch wenn sich die Suchmaschine den einen oder anderen frustrierenden Fehltritt leistet, werde ich dazu angehalten, meine Seiten immer weiter für potenzielle Nutzer zu verbessern – und das wird sich früher oder später in positiven Entwicklungen widerspiegeln.

Ist Ihre Seite betroffen?

Haben Sie Fragen zu SEO auf Ihrer B2B-Seite, dann sprechen Sie uns darauf an.

Sollten Sie wissen wollen, wie lange SEO für B2B unter normalen Umständen dauert, dann empfehlen wir Ihnen diesen Artikel: Wie lange dauert es, bis SEO wirkt? – Antworten für B2B-Marketer.

Von Team wob
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